Mobile Payment: Fluch oder Segen?

Die anhaltende Digitalisierung hat nicht nur Folgen auf die Industrie, sondern übt ebenfalls einen Einfluss auf den allgemeinen Zahlungsverkehr aus. In diesem Zusammenhang ist insbesondere das Mobile Payment von Bedeutung, wobei es sich um eine digitale Form der bargeldlosen Zahlung handelt. Doch was steckt eigentlich im Detail hinter dem Begriff des Mobile Payments und wie ist die Entwicklung zu bewerten?

Warum ist das Mobile Payment vor allem bei jungen Menschen beliebt?

Egal ob Einkaufen im Internet oder das Lesen einer Zeitung: Ein Großteil der jungen Erwachsenen benutzt heute das Smartphone für Aktivitäten, die noch vor einigen Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Offline-Lebens waren. Mit der zunehmenden Vernetzung im Zuge der Digitalisierung war es daher nur eine Frage der Zeit, bis auch Bezahlvorgänge mit mobilen Endgeräten abgewickelt werden können. Einer der größten Vorteile von Mobile Payment ist sicherlich der große Komfort. So müssen Nutzer von mobilen Zahlungssystemen nicht zwangsläufig einen Bankautomaten aufsuchen, wenn das eigene Portemonnaie statt Bargeld nur noch eine gähnende Leere anzubieten hat. Im Gegensatz zur Kartenzahlung läuft das mobile Bezahlen zudem äußerst unkompliziert ab, was ebenfalls ein Grund für die große Beliebtheit dieses Systems ist.

Welche Möglichkeiten des Mobile Payments gibt es?

Grundsätzlich ist das Angebot an mobilen Zahlungsverfahren in Deutschland derzeit noch stark begrenzt, da es aktuell noch keine einheitlichen Standards gibt. Mit der Initiative „SEMOPS“ (Secure Mobile Payment Service) wird zwar ein einheitlicher europäischer Standard entwickelt, jedoch wird es bis zu dessen Etablierung noch einige Jahre dauern. Bis dahin haben Nutzer die Wahl zwischen software- und hardwareseitigen Systemen.

Eine sehr vielversprechende Lösung ist die Near Field Communication – kurz NFC – bei der es sich um ein hardwarebasiertes Zahlungsverfahren auf Basis der RFID-Technik handelt. Der Datenaustausch funktioniert bei dieser Methode über elektromagnetische Induktion. Grundvoraussetzung für das Zahlen per NFC ist das Vorhandensein eines entsprechenden Chips im mobilen Endgerät. Softwarealternativen sind unter anderem Lösungen wie Paypal, Aperto move, UMT, GO4Q oder Kesh. Das Anwendungsgebiet von Mobile-Payment fällt dabei äußerst vielseitig aus und reicht von der Bezahlung in Supermärkten, am Kiosk, an der Kinokasse über die Bezahlung auf Messen und anderen Veranstaltungen bis hin zur Abrechnung von Beförderungsdienstleistungen wie Bus und Taxi.

Wird das Mobile-Payment langfristig das Bargeld ersetzen?

Trotz des hohen Innovationscharakters ist auf lange Sicht jedoch nicht damit zu rechnen, dass mobile Bezahlungssysteme in Zukunft das Bargeld überflüssig machen werden. Vor allem Sicherheitsrisiken wie beispielsweise die Angreifbarkeit durch Hacker oder die Gefahr von Datenmissbrauch bleiben ein Manko des Mobile Payments. Weiterhin wird in jedem Fall ein mobiles Endgerät für die Bezahlung benötigt, was insbesondere dann kritisch werden kann, wenn einmal der Akku unterwegs leer geht oder dieses geklaut wurde. Im Vergleich zu anderen bargeldlosen Zahlungssystemen ist das Mobile Payment zwar deutlich komfortabler, jedoch ist es immer noch schneller kleine und große Beträge an der Kasse mit dem Münzgeld zu bezahlen.

Aus diesen und anderen Gründen wird auch im digitalen Zeitalter Bargeld eine wichtige Rolle spielen, deshalb es inzwischen auch zahllose Initiativen renommierter Unterstützer und sogar der Industrie- und Handelskammern gibt, die sich für das Bargeld einsetzen. Dennoch birgt das Mobile Payment ein außerordentliches großes Potenzial, welches langfristig das gesellschaftliche Zusammenleben beeinflussen könnte. Vor allem als Alternative zu Verfahren wie Lastschrift, Überweisung oder dem Zahlen per Kreditkarte ist die Nutzung des Mobile Payments durchaus sinnvoll. Wer jedoch auf Datenschutz setzt, der kommt an Bargeld auch in Zukunft nicht vorbei.

Ist das Mobile Payment Fluch oder Segen?

Grundsätzlich lässt sich die Frage, ob das Mobile Payment nun gut oder schlecht ist, nicht eindeutig beantworten, da es sowohl Vorteile als auch Nachteile beim mobilen Bezahlen gibt. Aus diesem Grund sind mobile Zahlungssysteme keineswegs ein Allheilmittel für den gesellschaftlichen Zahlungsverkehr. Allerdings könnte das Mobile Payment in Zukunft eine nützliche Ergänzung darstellen, die den Komfort für Nutzer signifikant steigern kann.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Redaktionellen Beitrag von Olaf Schröder von Nord Display GmbH

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Mobile Payment: Fluch oder Segen?

  1. Fluch oder Segen, die Zeit wird es zeigen. In anderen Ländern ist mobile Payment ja schon fast Standard.

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