Schutz vor IT-Industriespionage: Warum wird dieses Thema immer wichtiger?

 

Die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen und gesellschaftlichen Abläufen bringt zwar gigantische Vorteile mit sich, allerdings birgt die Entwicklung gleichzeitig Gefahren in Bezug auf die IT-Sicherheit.

So geht die digitale Revolution mit einer stetig anwachsenden Datenmenge einher, während die steigende Anzahl an Schnittstellen die Angriffsfläche für Cyberattacken gleichzeitig vergrößert. Auf diesem Grund ist zu erwarten, dass die Gefahr der IT-Industriespionage in Zukunft drastisch zunehmen wird. Doch wie kann man sich davor schützen?

Was genau ist eigentlich Industriespionage und warum wird diese vermehrt im IT-Bereich durchgeführt?

Im Wesentlichen bezeichnet der Begriff der Industriespionage das Ausspionieren von Informationen durch einen Konkurrenten oder andere Stellen. Ziel einer Spionageaktion ist in der Regel die illegale Beschaffung von sensiblen Informationen, die üblicherweise das Know-how oder die Organisation eines Konkurrenten betreffen. Mit der Hilfe dieser Informationen können sich spionierende Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen bzw. rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Wo früher noch „Maulwürfe“, Abhörgeräte und ähnliche Mittel zum Einsatz kamen, passieren Spionageangriffe heute vor allem auf digitaler Ebene. Die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen begünstigt dabei die IT-Spionage, was in erster Linie auf ihr rasantes Tempo zurückzuführen ist. So hält die Entwicklungsgeschwindigkeit von Sicherheitslösungen wie beispielsweise professionelle Firewall für IT-Systeme nur selten mit dem Tempo der zunehmenden Vernetzung Schritt. Die Folge sind häufig gravierende Sicherheitslücken in Computersystemen, die von Hackern gnadenlos ausgenutzt werden können.

Wie groß ist die Gefahr und woran lässt sich ein Angriff erkennen?

Dass es sich bei der digitalen Industriespionage um ein akutes Problem handelt, zeigt alleine die Tatsache, dass der geschätzte Schaden auf die deutsche Wirtschaft durch Cyberkriminelle mit einem Wert von jährlich 50 Milliarden Euro beziffert wird. Allerdings handelt es sich hierbei lediglich um einen groben Schätzwert, sodass die Dunkelziffer deutliche höher liegen dürfte. Wie hoch der Schaden tatsächlich ist, lässt sich in der Praxis gar nicht exakt feststellen, da viele Unternehmer einen Angriff erst nach Monaten oder sogar Jahren bemerken. Dies liegt vor allem daran, dass die meisten Angreifer mittlerweile Schadsoftware wie Trojaner benutzen, die sich nach der Attacke automatisch löschen und so ihre Spuren verwischen. Aus diesem Grund bemerken viele Unternehmer Spionageattacken häufig erst durch die indirekten Folgen eines Angriffes. Ein klassisches Beispiel ist unter anderem, wenn internes Know-how oder identische Produkte plötzlich von ausländischen Konkurrenzunternehmen auf dem Markt angeboten werden. Auch wenn bestimmte Konkurrenten gezielt und rechtzeitig auf eigene Schritte wie Produkteinführungen reagieren, könnte dies ein Anzeichen für Industriespionage sein.

Auf welche Weise können betroffene Unternehmen reagieren?

Die beste Maßnahme gegen Wirtschaftsspionage ist definitiv eine Investition in umfangreiche sowie professionelle Absicherung der eigenen IT. Insbesondere in klein- und mittelständischen Unternehmen bestehen hier häufig Defizite in Form von nicht vorhandenen Firewalls oder veralteter Schutzsoftware. In diesem Zusammenhang sollten Unternehmer vor allem einen hohen Wert auf die Sicherheit der verwendeten Router legen, da dieser die Schnittstelle zwischen dem internen Firmennetzwerk und dem Internet bildet. Auch die regelmäßig Prüfung und Aktualisierung der verwendeten Software ist hier ein wichtiger Baustein. Sollte das Kind jedoch schon in den Brunnen gefallen sein und es existieren konkrete Hinweise auf Spionage, so sollten Betroffene unter keinen Umstand den Kontakt zu staatlichen Behörden scheuen. Hier fürchten viele Betriebe ungewollte Aufmerksamkeit was dazu führt, dass im Schnitt nur rund jeder fünfte Fall von Industriespionage zur Anzeige gebracht wird. Jedoch ist die Involvierung von Behörden ein wichtiger Schritt in Bezug auf die langfristige Bekämpfung von Hackerangriffen und Cyberattacken.

Zusammenfassung und Fazit

Die Integrierung von Barrieren und Schutzmechanismen stellt nach wie vor eine der effektivsten Schutzmaßnahmen gegenüber der IT-basierten Industriespionage dar. Für eine dauerhafte Sicherheit ist dabei vor allem die Aktualität der Sicherheitslösungen von großer Bedeutung.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Redaktionellen Beitrag von Peter Schmidt vom Deutscher Medien Verlag in Cottbus

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Eingeordnet unter Allgemein, Internet, Recht, Viren und Trojaner

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